Helmuth Renzler
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Umstrukturierung am Arbeitsplatz?

renzler092017

Die derzeitige Krisensituation darf nicht dazu genutzt werden, um unter dem Vorwand einer notwendigen Umstrukturierung des Unternehmens oder Betriebes Arbeitsplätze abzubauen. Immer öfters wird bei der Forderung der SVP- ArbeitnehmerInnen finanzielle Unterstützungsmaßnahmen für die Unternehmen und Betriebe diese nur bei Zusagen von Arbeitsplatzgarantien zu gewähren seitens der Wirtschaftsvertreter argumentiert, dass es auch in Zukunft möglich sein muss, umzustrukturieren.

In diesem Zusammenhang hält der Landtagsabgeordnete und SVP- Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler Folgendes fest: Die wenigsten Menschen lieben Veränderungen. Schon das Wort „Umstrukturieren“ allein reicht aus, um bei Mitarbeitern Angstzustände hervorzurufen und das kann verschiedentliche Ursachen haben. Große Verunsicherung entsteht aber immer dann, wenn es zu Änderungen kommt, die das Arbeitsverhältnis und damit die materielle Existenzgrundlage der lohnabhängigen Arbeitnehmer betreffen. Umstrukturierungen sind sicherlich sinnvoll und notwendig, um Arbeitsabläufe zu optimieren, um konkurrenzfähig zu bleiben oder wieder zu werden oder bei einem finanziellen Engpass des Betriebes Kostenersparnisse zu erzielen und so den Weiterbestand des Betriebes zu ermöglichen. Jede Umstrukturierungsmaßnahme sollte aber mit den Mitarbeitern besprochen werden und deren Notwendigkeit auch hinterfragt werden.

Betriebsinhaber dürfen Umstrukturierungen nicht einseitig vornehmen

Es ist sicherlich ein großer Unterschied, ob Großbetriebe umstrukturiert werden oder Kleinbetriebe, wobei die Dynamiken im Prinzip dieselben sind. In Südtirol mit beinahe 92 Prozent der Unternehmen mit weniger als 9 Beschäftigten sollten solche Umstrukturierungsmaßnahmen nicht einseitig vom Betriebsinhaber vorgenommen werden ohne dass dabei die Mitarbeiter rechtzeitig und eingehend davon informiert werden, vor allem wenn die Umstrukturierung aus Kosten- oder Wettbewerbsgründen notwendig wird und dadurch Personal abgebaut werden muss.

„Wenn eine Umstrukturierung und entsprechender Personalabbau nur dazu dient, um eine Gewinnmaximierung des Betriebes zu erreichen, dann darf es dafür keine finanzielle Unterstützung seitens des Landes geben wie auch immer man diese dann bezeichnen will“, so Helmuth Renzler.

„Schwarze Schafe“ dürfen keine Landesförderungen erhalten

Personalentlassungen und Umstrukturierungsmaßnahmen sind oft unvermeidlich, dürfen aber nicht auf Kosten der Arbeitnehmer durchgeführt werden, ohne vorher alle zur Verfügung stehende sozialen Abfederungsmaßnahmen zu beanspruchen wie etwa, wo möglich, Frühpensionierungen, Überstellung in die Lohnausgleichskasse mit Arbeitsplatzgarantie usw.

„Ich bin überzeugt, dass die meisten Südtiroler Unternehmen und Betriebe das Möglichste versuchen werden, um Ihren Mitarbeitern den Arbeitsplatz zu erhalten und dies auch im Eigeninteresse, um nicht gut ausgebildete Fachkräfte zu verlieren. Aber auch in Südtirol, wie auch in der restlichen Welt, gibt es sicherlich auch bei den Unternehmern und Betriebsinhabern einige schwarze Schafe, welche die derzeitige Krisensituation dazu benützen werden, um mehr auf das eigene persönliche Interesse oder der Gewinnmaximierung ihres Betriebes zu schauen und die Bedürfnisse der Mitarbeiter nicht mehr in Betracht ziehen. In diesen Fällen darf es aber auf keinen Falle eine finanzielle Unterstützung und Förderung durch die öffentliche Hand geben und ich rufe die Landeregierung dazu auf, bei der Erstellung der Kriterien für die Unterstützungsmaßnahmen hier klare Nichtigkeitsgründe einzuführen“, fasst der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler zusammen.

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