Helmuth Renzler
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Tarifkilometer für Südtirol Pass und EuregioFamilyPass nicht auf NULL stellen

H. Renzler 2019

Die Corona-Pandemie hat Italien und Südtirol fest im Würgegriff. In Rom wird ein Milliardenpaket geschnürt und auch in Südtirol spricht man davon, den Menschen in allen Lebensbereichen zu helfen. Bei den Tarifen für Südtirol Pass und EuregioFamilyPass gäbe es eine Möglichkeit, die Bevölkerung einfach und schnell zu unterstützen. Deshalb hat der Landtagsabgeordnete und SVP- Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler dem zuständigen Landesrat einen Vorschlag unterbreitet.

„Wir wissen doch alle, dass der durchschnittliche Pendler der normale Arbeitnehmer ohne Spitzengehalt ist. Deshalb sollten wir in dieser schweren Zeit gerade hier mit einer konkreten und sichtbaren Maßnahme ein starkes Zeichen setzen“, erklärt der Landtagsabgeordnete.

Renzlers Vorschlag besteht darin, die Tarifkilometer für Abonnenten des Südtirol Pass und des EuregioFamilyPass in diesem Jahr ausnahmsweise nicht auf Null zurückzusetzen. Somit könnten die Pendler mit dem Kilometertarif weiterfahren, den sie am 13.2.2020 erreicht haben.

„Bei diesem Vorschlag geht es nicht darum, die Fahrten für jedermann zum Nulltarif anzubieten. Bekanntlich wird die Benutzung der Verkehrsmittel erst bei Überschreitung der 20.000 km-Schwelle kostenlos. Die meisten Pendler erreichen diese Grenze innerhalb eines Jahres und auch nach 2 Jahren nicht. Dennoch würde die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für die Abonnenten de facto billiger, weil ihnen so die im Vorjahr gesammelten Kilometer anerkannt würden, wodurch sie sich bereits in einer günstigeren Tarifklasse befänden. Zugleich sollte man auch Vergünstigungen bei den anderen Abos andenken“, erläutert Helmuth Renzler.

Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Durch diese Maßnahme würde man den Pendlern das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Überwindung der Krise wieder schmackhaft machen, und zwar nach dem Motto: „Das Land hat dafür gesorgt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in diesem Krisenjahr günstiger sind. Je häufiger man Bus und Bahn nutzt, desto billiger wird es“. Durch diesen Anreiz würden die Fahrgastzahlen nach der Krise auch schneller wieder ansteigen.

„Es ist zu hoffen, dass der Vorschlag von den zuständigen Stellen bald geprüft wird. In dieser Zeit sind die Menschen nämlich auf finanzielle Entlastung angewiesen und hier läge eine konkrete und leicht umsetzbare Lösung praktisch auf der Hand“, fasst Helmuth Renzler zusammen.