Helmuth Renzler
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Meine Rede anlässlich der SVP-Landesseniorenversammlung am 27. Oktober 2017

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Liebe Senioren,

liebe Kolleginnen,

geschätzte Ehrengäste!

Erlauben Sie mir, dass ich die heutige Landesversammlung nutze, um einige Gedanken zu erörtern, welche mir besonders am Herzen liegen. Vorausschicken will ich, dass Südtirol heute nur so gut dasteht, weil die Senioren jahrelang hart dafür gearbeitet haben. Darauf müssen wir endlich auch stolz sein. Ob wir Senioren nun 60, 70 oder 80 Jahre alt sind, ist dabei völlig uninteressant. Denn auf die Frage nach den Altersstrukturen gibt es keine eindeutige Antwort. Viele Menschen denken schon mit knapp 30 Jahren an die Zeit nach dem Ruhestand. Andere wiederum sind noch mit 80 Jahren führende Köpfe und werden oft aus ihrem Ruhestand wieder in die Arbeitswelt zurückgeholt. Ab welchem Alter eine Person zu den Senioren zählt ist individuell gelagert. Fakt ist, dass ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt ist. Viele über 60-Jährige haben aber ihr  Rentenalter noch nicht erreicht und müssen deshalb bis zu ihrem 70. Lebensjahr arbeiten. Gehören sie nun der älteren Generation an oder nicht? Das effektive Alter der Menschen spielt eine relative Rolle. Tatsache ist, dass wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, dann hat er sehr viel Ausdauer und Kraft bewiesen. Die Senioren sollen sich dessen bewusst sein und deshalb auch mehr Mut haben von den jüngeren Generationen mehr Respekt, Wertschätzung und Anerkennung einzufordern. Sie sollen sich wehren, gerade weil sie die Kraft und das nötige Selbstbewusstsein dazu haben. Auch die finanzielle Kraft vieler Senioren spielt eine immer größere werdende Rolle in der Gesellschaft. Beispielsweise wäre es heutzutage ohne die finanziellen Mittel der älteren Generation, vielen jungen Menschen gar nicht mehr möglich an Eigenheime zu denken. Ebenso für die Familien sind die Senioren von großer Bedeutung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in vielen Fällen nur möglich,  weil Großeltern die Betreuung ihrer Enkelkinder übernehmen. Unsere Gesellschaft täte gut daran die Senioren wieder stärker einzubinden. Senioren sind reich an Erfahrung und gehören deshalb in wirtschaftliche und politische Entscheidungsgremien. Sie auszuschließen oder aufgrund ihres Alters zu diskriminieren, ist falsch und unbedacht. Dies vorausgeschickt, will ich meine Rede nicht abschließen ohne zwei für uns sehr wichtige Forderungen und Anliegen vorgebracht zu haben: Ich packe die Gelegenheit beim Schopf, um unseren Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher um seine Unterstützung für die Erhöhung des Freibetrages für zu Lasten lebende Familienmitglieder, von den derzeitigen 2.841 auf 5.000 Euro, zu bitten. Diese Erhöhung ist eine Notwendigkeit und würde nicht nur den Senioren und Rentnern, sondern auch den Familien unseres Landes von großem Vorteil sein. Diese Forderung ist nicht neu. Sie wurde in den letzten 15 Jahren wiederholt gestellt. Die italienische Regierung aber, hat sie stets abgelehnt. Nun aber haben wir die Chance, durch das Finanzabkommen mit dem italienischen Staat sie selbst umzusetzen. Ich bin mir sicher, dass uns unser Landeshauptmann dabei unterstützen wird. Das zweite Anliegen betrifft die Erhöhung des regionalen IRPEF-Freibetrages von den derzeitigen 28.000 auf 55.000 Euro. Aufgrund der bisher erlassenen Maßnahmen konnten in etwa 107.000 Rentner von dieser Zusatzsteuer befreit werden. Damit nun aber für beinahe alle Rentner diese Steuer weg fällt, ist es notwendig diesen Freibetrag auf 55.000 Euro zu erhöhen. Dies wäre ein Akt der Gerechtigkeit und würde auch dazu beitragen, die Mittelschicht zu entlasten und zu stärken.

Ich bedanke mich sehr für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche uns allen weiterhin einen guten Verlauf unserer SVP – Landesseniorenversammlung.