Helmuth Renzler
banner5
banner4
IF

Zum „Tag der Arbeit”, am 1. Mai: ArbeitnehmerInnen müssen sehr genau überlegen

renzler-helmuth-500x500

ArbeitnehmerInnen müssen sehr genau überlegen

Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der ArbeitnehmerInnen in der SVP Helmuth Renzler warnt anlässlich des Weltarbeitertages am 1. Mai vor der schwindenden Vertragskraft der Arbeiterschaft: Es braucht wieder mehr Solidarität, ansonsten droht der Verlust des Arbeitnehmerschutzes.

„Nehmen wir das einfache Beispiel der Telearbeit her: Wenn eine Arbeitskraft großteils physisch getrennt von ihren Arbeitskollegen arbeitet, dann fehlen ihr in den allermeisten Fällen die soziale Bindung zum Betrieb und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Bei Problemen kann sie deshalb nur schwer auf die Solidarität und den Rückhalt ihrer Mitarbeiter zählen. Somit ist die Position dieser Person sehr geschwächt und sie ist der Willkür ihres Arbeitgebers ausgesetzt.“, erklärt der Abgeordnete Helmuth Renzler.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt treibe diesen Prozess der Entsolidarisierung unter den ArbeitnehmerInnen zusätzlich voran. Die zunehmende Liberalisierung und die fortschreitenden Umwandlungen der globalen Märkte seien entscheidend für die Gestaltung von neuen Arbeitsmodellen. Die Arbeiterschaft müsse auf der Hut sein, Schritt halten und sich organisieren.

„Die Anforderungen an die ArbeiternehmerInnen werden in Zukunft nur steigen. Beispielsweise wird es immer mehr, statt weniger prekäre Arbeitsverhältnisse geben. Zudem wird es in diese Richtung gehen, dass nur mehr wenige “gut” verdienen werden. Die große Masse hingegen wird hart darum kämpfen müssen, dass sie über die Runden kommt. Nur wenn wir ArbeitnehmerInnen endlich wieder solidarischer untereinander sind, dann kann es den ArbeitnehmerInnen-Organisationen gelingen rechtzeitig zu reagieren und gemeinsam mit den Sozialpartnern Lösungen zu finden. Wir müssen mit aller Kraft verhindern, dass das Thema „Arbeit“ nur noch vom Profitdenken einiger wenigen bestimmt wird. Solidarität geht deshalb vor Einzelinteressen“, warnt der Vorsitzende Helmuth Renzler.