Helmuth Renzler
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SVP-Landessozialausschuss fordert mehr Unterstützung für das AFI 

Auf Einladung des Vorsitzenden der SVP-ArbeitnehmerInnen und Landtagsabgeordneten Helmuth Renzler trafen sich der Landessozialausschuss und der Direktor des Arbeitsförderunginstitutes (AFI) Stefan Perini zu einem aktuellen Gedankenaustausch. Fazit: Die wachsenden Aufgaben erfordern mehr finanzielle Mittel.

Das Arbeitsförderungsinstitut (AFI) feiert heuer sein 20-jähriges Jubiläum. 1995 wurde das AFI als Forschungsstätte für Arbeitnehmerfragen als Pendant zur Handelskammer Bozen, sprich ihrem Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), eingerichtet. Die ArbeitnehmerInnen in der SVP hatten sich dafür stark gemacht, weil sie die Notwendigkeit einer eigenständigen Forschungsstätte für die Südtiroler Arbeiterschaft erkannt hatten. Vergleicht man heute die zwei Institute miteinander, so wird ein eklatanter Unterschied deutlich: Beim AFI sind 9 Mitarbeiter beschäftigt und beim WIFO 16. Die Erwartungen an das AFI aber steigen gerade in Zeiten wie diesen rasant an.

AFI-Direktor Stefan Perini stellte das dichte Tätigkeitsprogramm für das Jahr 2016 vor: „Wir planen eine Vielzahl an Initiativen, Tagungen, Studien und Analysen. Beispielsweise verlangt die Tatsache, dass ein Drittel der Südtiroler Arbeitnehmer mit ihrem Geld nicht bis zum Monatsende kommen, eine vertiefende Analyse. Wir wollen deshalb vor allem die Einkommensverteilung, sprich den Niedriglohnsektor unter die Lupe nehmen. Eine weitere wichtige AFI-Studie wird der Frage nachgehen, ob und wie in Zukunft bezahlbares Wohnen in Südtirol ermöglicht und gewährleistet werden kann. Neu im Programm ist eine breit angelegte Erhebung zur Arbeitsqualität in Südtirols Betrieben. In Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen ist es gelungen den „Internationalen Arbeitsrechtlichen Dialog“ (IAD) nach Südtirol zu holen. Darauf sind wir sehr stolz.“

Um seinen immer umfangreicheren Auftrag als Forschungsinstitut für Arbeitnehmerinteressen erfüllen zu können, brauche das AFI dringend mehr finanzielle Unterstützung. Das AFI arbeite für ungefähr 200.000 Südtiroler ArbeitnehmerInnen und sei finanziell auch dementsprechend auszustatten. Die Handelskammer habe das schon immer verstanden und ihr Forschungsinstitut ständig aufgewertet.

„Um Planungssicherheit zu haben braucht das AFI eine Grundfinanzierung. Diese könnte beispielsweise an die Zahl der ArbeitnehmerInnen in Südtirol gekoppelt sein und zwar mit 2,50 Euro pro Kopf. Damit wäre dem AFI eine jährliche Grundfinanzierung von knapp 500.000 Euro sicher. Einsparungsmöglichkeiten sehe ich wiederum bei externen Berateraufträgen. Die Landesregierung sollte sich vermehrt der Analysen und Studien des AFI bedienen. Das AFI braucht mehr Unterstützung – zum Wohle und im Sinne der Südtiroler Arbeiterschaft“, fordert der Vorsitzende Helmuth Renzler.

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