Helmuth Renzler
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Diskussion um Geburtenstationen ist wichtige Etappe der Gesundheitsreform 0

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Diskussion um Geburtenstationen ist wichtige Etappe der Gesundheitsreform

Medizinische Grundversorgung ist ein Grundrecht, dazu gehören auch die Geburtsstationen in peripheren Spitälern. Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der ArbeitnehmerInnen in der SVP Helmuth Renzler fordert in diesem Sinne eine sachliche Diskussion rund um Qualität und Entwicklung der Gesundheitsdienste gemeinsam mit Patienten, betroffenen Berufsgruppen und der gesamten Südtiroler Bevölkerung.

Das Geheimnis einer funktionierenden Gesundheitsreform liegt im breiten Konsens in der Bevölkerung. Eine moderne weitsichtige Gesundheitsreform muss diesen Umstand berücksichtigen und neue Versorgungsmodelle und Kompetenzen in der medizinischen Grundversorgung andenken. In den Entwicklungsprozess einzubinden sind deshalb die am meisten involvierten Gesundheitsberufe und die gesamte Bevölkerung.
„Werden Einzelmaßnahmen, wie die Schließung von Geburtenstationen aus
einer organischen Gesamtreform des Gesundheitswesens ausgeklammert, so führt dies unweigerlich ins Verderben. Deshalb ist die derzeitige Diskussion um die Notwendigkeit der Schließung von peripheren Geburtsstationen bis hin zur Konzentration der Geburten in großen Einrichtungen, der falsche Weg. Die Menschen sind verunsichert und verärgert“, sagt Helmuth Renzler.
Krankenhäuser seien aus rein ökonomischen Gründen immer ein Problem. Daher versuche man jetzt Spitäler und Kliniken nach rein wirtschaftlichen Kriterien umzuorganisieren und bei der Anstellung von Fachärzten und Fachpersonal zu sparen. Ganz besonders Kreißsäle seien nun bedroht, denn diese seien aufgrund ihrer Notfall-Ausstattung sehr teuer.
„Aber Schließungen von Geburtsstationen bedeuteten für deren Einzugsgebiet den Abbau von Arbeitsplätzen, geringere Wirtschaftskraft für die im Einzugsgebiet tätigen Unternehmen und trifft in der Regel strukturschwache Gebiete mit niedrigen Geburtenraten. Dies widerspricht dem Grundrecht auf medizinische Grundversorgung und entspricht auch nicht dem Ziel der Landesregierung die ländlichen Gebiete nach Kräften zu unterstützen. Die Schließung der Geburtenstationen in den peripheren Spitälern Südtirols wäre für den derzeitigen Standort dieser Spitäler und deren Umfeld eine Katastrophe“, unterstreicht der Abgeordnete.
Die SVP-ArbeitnehmerInnen haben sich immer für eine dezentrale Grundversorgung der Südtiroler Bevölkerung stark gemacht und an dieser Einstellung hat sich bis heute nichts geändert.
„Wir sind von der Notwendigkeit einer modernen Reform des Südtiroler Gesundheitswesens, welche darauf ausgerichtet ist den neuen Erfordernissen der Südtiroler Gesellschaft Rechnung zu tragen, überzeugt. Aber Maßnahmen, welche eine Reduzierung der medizinischen und sanitären Grundversorgung vorsehen, können wir nicht akzeptieren. Deshalb sagen wir ganz klar und unmissverständlich „NEIN“ zur Schließung der Geburtsstationen in Sterzing, Innichen und Schlanders“, erklärt der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

 

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