Helmuth Renzler
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Zum 1. Mai: Arbeit muss sich wieder lohnen

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Am 1. Mai ist der Tag der Arbeit und an diesem Tag treten die Werte des Zusammenhalts und der Solidarität der arbeitenden Bevölkerung in den Vordergrund. Gleichzeitig stolpert die Welt von einer Krise in die nächste. Die Coronapandemie scheint man mittlerweile gut im Griff zu haben, doch jetzt haben wir den Krieg vor Europas Haustür und gleichzeitig sind fast überall Preissteigerungen zu verzeichnen, während die Gehälter auf einem unverändert niedrigen Niveau bleiben. „Es ist Zeit, für faire Löhne und angemessene Arbeitsbedingungen zu sorgen. Weiters müssen die Arbeitszeiten neu geregelt und den heute existierenden digitalen Arbeitsmitteln und den sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen angepasst werden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss weiter ausgebaut werden“, betont der SVP- Landtagsabgeordnete und Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler.

Die Preise steigen und steigen und die Wirtschaft wälzt die Steigerungen zum großen Teil auf die Konsumenten ab. Solange sich noch genügend Konsumenten finden, die die teuren Produkte kaufen, geht die Rechnung zumindest für die Wirtschaft auf. Das ist aber ein Spiel mit dem Feuer und angesichts der sich stetig verschlechternden Lage kann sich das Feuer bald zu einem Flächenbrand ausbreiten. Um die Preissteigerungen auch weiterhin auffangen zu können, ist eine Inflationsanpassung der Löhne und Renten sofort durchzuführen und außerdem bedarf es auch einer reellen Erhöhung der Löhne.

„In den letzten Jahren wurde immer wieder versucht, die Löhne der Inflation anzupassen. Aber die diesbezüglichen Kollektivvertragsverhandlungen konnten nur schleppend zu einem Abschluss gebracht werden. Nun rollt eine neue Inflationswelle auf uns zu, die die arbeitende Bevölkerung hart trifft. Dementsprechend ist hier sofort zu handeln. Und neben der Inflationsanpassung, die eigentlich automatisch erfolgen sollte, muss bei den Kollektivvertragsverhandlungen auch endlich eine effektive Lohnerhöhung angestrebt werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können mit ihren Gehältern nicht immer nur der Inflation hinterherhinken“, betont Helmuth Renzler, der eine umgehende Aufnahme der Verhandlungen in allen Bereichen fordert.

Neue Arbeitszeitmodelle andenken

Belgien hat vor einigen Monaten die Einführung einer 4-Tage-Woche beschlossen. Dort ist konkret eine Reduzierung der Arbeitstage bei gleichbleibender Arbeitszeit vorgesehen. Auch in anderen europäischen Staaten stößt dieses Modell auf Interesse. So soll dieses Konzept in Spanien vorerst erprobt werden und beispielsweise in Deutschland haben Umfragen ergeben, dass eine Mehrheit der Arbeitnehmer einer Umsetzung der 4-Tage-Woche positiv gegenüberstehen würde.

„Wir müssen mit der Zeit gehen. Die Gesellschaft und die Bedürfnisse der Menschen ändern sich fortlaufend. Den Beschäftigten müssen flexible Arbeitszeitmodelle angeboten und ihnen mehr Freizeit ermöglicht werden, ohne gleichzeitig Personalressourcen zu verlieren. Es wäre Zeit, sich auch in Südtirol mit dem 4-Tage-Woche-Modell zu beschäftigen“, führt Renzler aus, der in einer solchen Maßnahme auch Vorteile für die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf sieht.

Rentner und Pensionisten verdienen besondere Aufmerksamkeit

Um der Inflation Rechnung zu tragen, wurden die Renten und Pensionen in Österreich und Deutschland letzthin um jeweils um über fünf Prozent erhöht. In Italien beschäftigt man sich währenddessen noch über die Höhe und die Auswirkungen der Inflation. Dieser Wert wird auf gesamtstaatlicher Ebene aber wie üblich um einiges niedriger ausfallen als die Inflation in Südtirol beträgt und dies wirkt sich dann wieder negativ auf die Kaufkraft und die Lebensqualität der Südtiroler Senioren aus.

„Die Auswirkungen des Kaufkraftverlustes der Pensionen und Renten stellen für die Senioren ein großes finanzielles Problem dar. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf. Es muss uns gelingen, über den Landeshaushalt eine Angleichung der gesamtstaatlichen Inflation an die reale Landesinflation zu erzielen, damit dadurch den Rentner und Pensionisten die Kaufkraft ihrer Renten erhalten bleibt“, fasst der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler zusammen und teilt mit, dass er keine Gelegenheit auslassen wird, diese Maßnahme einzufordern.

 

Foto: SVP/O. Oppitz

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