Helmuth Renzler
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Zweifelhaftes Vorgehen bei der Ausstellung von Sprachzertifikaten

Foto Site HR

Der SVP- Abgeordnete Helmuth Renzler hat in der aktuellen Fragestunde im Landtag am heutigen 2. Juli 2019 eine Anfrage zu einem Sprachzertifikat eines Prüfungszentrums für die Kompetenzstufe A2 in Deutsch eingereicht, welches vor rund 2 Monaten ausgestellt wurde.   

Der Inhaber dieses Zertifikats hat einer dem Landtagsabgeordneten vertrauten Person gegenüber erklärt, dass den Kandidaten der Prüfungstext zum „Abschreiben“ vorgelegt wurde. Anschließend versuchten die Kommissionsmitglieder angeblich, ihm einige Wörter in Deutsch zu entlocken, damit der Kandidat die Prüfung besteht und das Zertifikat ausgestellt werden kann. Im direkten Anschluss an die Prüfung erfolgte dann scheinbar auch eine Bezahlung in einer dem L.Abg. Helmuth Renzler unbekannten Höhe für diese.  

„Laut den Ausführungen meines Informanten versteht der Inhaber des besagten Zertifikats jedoch kaum ein deutsches Wort und kann sich in Deutsch nicht ausdrücken. Somit könnte er aus meiner Sicht niemals die ihm bescheinigte Kompetenzstufe A2 erreichen, welche er aber benötigt, um in den Besitz des entsprechenden Zweisprachigkeitsnachweises des ehemaligen Niveaus D zu kommen“, betont Helmuth Renzler, der den Landeshauptmann deshalb im Rahmen der aktuellen Fragestunde um eine mündliche Auskunft in dieser Angelegenheit gebeten hat.  

Landeshauptmann Arno Kompatscher hat in seiner anschließenden Antwort klar Stellung zum Sachverhalt bezogen und mitgeteilt, dass die von der Verwaltung für die Erlangung des Zweisprachigkeitsnachweises anerkannten Sprachzertifizierungen von geprüften Stellen ausgestellt werden. Aufbau und Abwicklung der Prüfungen unterliegt einem rigorosen Audit- und Kontrollsystem sowohl von Seiten interner Auditoren als auch durch Prüfer der Europäischen Vereinigung der Sprachprüfer ALTE. „Da die Beschreibung der Umstände in diesem Fall grobe Unregelmäßigkeiten, die auch strafrechtlich relevant sein könnten, nicht ausschließt, ist die Verwaltung ihrer Meldepflicht nachgekommen und hat der Staatsanwaltschaft alle relevanten und verfügbaren Informationen zur Kenntnis gebracht“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher.  

„Mir war sofort klar, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht und ich bin sehr froh darüber, dass der Landeshauptmann eine restlose Aufklärung zugesichert hat. Falls sich der Verdacht einer widerrechtlichen Handlung bestätigt, dann müssen die zuständigen Institutionen umgehend reagieren und alles in ihrer Macht stehende unternehmen, damit sich so etwas nicht mehr wiederholt“, so Helmuth Renzler abschließend.