Helmuth Renzler
banner5
banner4
IF

Stärkung des AFI (Arbeitsförderungsinstitut) 0

klausur

Der Landtagsabgeordnete und SVP-Arbeitnehmervorsitzende Helmuth Renzler fordert von der Landesregierung eine finanzielle und personelle Stärkung des Arbeitsförderungsinstitutes AFI. Die Erwartungen an das AFI steigen gerade in Zeiten wie diesen rasant an: Jugendarbeitslosigkeit, Vermögens- und Einkommensverteilung, soziale Durchlässigkeit, zukunftsfähiger Wohlfahrtsstaat, Bündelung und Wirksamkeit sozialer Leistungen, Qualität der Arbeit, Entwicklung der Landes- und Betriebsabkommen – das sind nur einige der Themen, die das Institut im Sinne von Arbeitnehmern, Wirtschaft und Gesellschaft angehen muss, so der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

Im AFI arbeiten zurzeit neun Landesbedienstete und davon 4 in Teilzeit. Um seinen gesellschaftlichen Auftrag gerecht zu werden und sein Tätigkeitsprogramm umsetzen zu können, ist das AFI angewiesen, sich einer variablen Anzahl von Projektarbeitern zu bedienen. Um seiner Rolle als Südtiroler Forschungsinstitut für Arbeitnehmerfragen gerecht zu werden benötigt das AFI eine Aufstockung seines allgemeinen Stellenplanes um mindestens 3 Einheiten mit akademischer Ausbildung so der Vorsitzende der SVP-Arbeitnehmer und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler. Wie ist das AFI nun eigentlich finanziell ausgestattet? Die Landesbediensteten im Stellenplan des AFI kosten dem Land pro Jahr ca. 430.000 Euro. Darüber hinaus erhält das AFI einen jährlichen Landesbeitrag – für das Jahr 2015 liegt er bei 295.000 Euro. In der Vergangenheit war dieser Beitrag wesentlich höher bemessen. Das AFI wurde als Gegenstück zur Handelskammer gegründet mit dem Zweck als Forschungsstätte für Arbeitnehmerfragen zu dienen.

Wenn man nun aber die personelle und finanzielle Ausstattung der Handelkammer betrachtet so kann man einen gravierenden Unterschied feststellen. Die Handelskammer beschäftigt 160 Mitarbeiter und wurde im Jahr 2014 vom Land mit 7.354.500 Euro unterstützt. Wie soll bei einer solchen großen finanziellen und personellen Diskrepanz eine Chancengleichheit zwischen den legitimen Arbeitnehmerinteressen auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung und jenen der Wirtschaft möglich sein, so der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler. Um Planungssicherheit zu gewährleisten bräuchte das AFI eine Grundfinanzierung, die an die Zahl der Arbeitnehmer in Südtirol gekoppelt sein könnte und zwar 2 Euro pro Arbeitnehmer. Damit wäre dem AFI eine jährliche Grundfinanzierung von knapp 372.000 Euro (186.000 Arbeitnehmer mal 2 Euro) plus die normalen Personalkosten. Diese Forderung dürfte wohl nicht vermessen sein angesichts der finanziellen Mittel welche der Handelskammer zur Verfügung stehen, so Renzler.

Es wäre außerdem wünschenswert, wenn die Landesregierung für Analysen und Studien sich vermehrt des Knowhow des AFI bedienen würde, anstatt überteuerte Berateraufträge zu vergeben. Durch solche Aufträge seitens der Landesregierung an das AFI könnten somit auch mehr Synergien zwischen Landesregierung, Handelskammer und Arbeitsförderungsinstitut sowie anderen Landesämtern hergestellt und im Interesse der gesamten Südtiroler Arbeitnehmerschaft umgesetzt werden, so der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler. Die Landesregierung wird aufgefordert den oben angeführten Sachverhalten Rechnung zu tragen und im Zuge der Erstellung des Landeshaushaltes 2016 diesen Forderungen Rechnung zu tragen und die dem AFI zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Mittel deutlich zu erhöhen um der Südtiroler Arbeitnehmerschaft weiterhin eine eigene, gut funktionierende Forschungs- und Studienstätte zu garantieren, so Helmuth Renzler.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*