Helmuth Renzler
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Braucht es den 1. Mai als Gedenk- und Feiertag eigentlich noch?

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Der Vorsitzende der SVP-Arbeitnehmer und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler nimmt zu den Versuchen den 1. Mai als Festtag abzuschaffen wie folgt Stellung:

Der 1. Mai bzw. Maifeiertag wird auch als Tag der Arbeit beschrieben. Hier liegt der Ursprung in der Arbeiterbewegung, die an diesem Tag noch heute verstärkt für ihre Rechte kämpft und demonstriert. Der 1. Mai ist weit über die Grenzen Italiens und Südtirols hinaus ein gesetzlicher Feiertag. Er wird innerhalb und außerhalb Europas genutzt, um für bessere Arbeitsbedingungen und fairere Entlohnungen zu kämpfen. Arbeitnehmer und Gewerkschaften agieren dazu am Tag der Arbeit Hand in Hand.
Der Tag der 
Arbeit hat seinen Ursprung in der US-amerikanischen Arbeiterbewegung: Ende des 19. Jahrhunderts, im Zeitalter der Industrialisierung, beschlossen amerikanische Gewerkschaften am 1. Mai 1886 einen Generalstreik auszurufen. Dass der Generalstreik auf das besagte Datum gelegt wurde, hängt damit zusammen, dass am 1. Mai, dem sogenannten “Moving Day”, in den USA traditionell neue Verträge verhandelt wurden.

 Das Hauptanliegen der Streikenden von damals, so Landtagsabgeordneter Helmuth Renzler  war eine Verkürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden am Tag. Dafür kämpfte die Arbeiterbewegung in den USA bereits seit den 1860er Jahren. Seinerzeit gelang es den Gewerkschaften bereits, die Arbeitszeit von dreizehn auf zehn Stunden zu verkürzen. Um den 8-Stunden-Tag endgültig durchzusetzen, beteiligten sich am 1. Mai 1886 rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben in den USA an der politischen Aktion.

Seitdem rufen die Gewerkschaften an diesem Tag zu Kundgebungen für die Rechte der Arbeiter auf. Nicht nur in Südtirol hat der Tag eine Bedeutung, denn auch international denkt man an diesem Datum an die Opfer der Kämpfe in den USA und an die entscheidenden Rechte der Arbeiter. Auch heute noch gibt es große Missstände auf dem Arbeitsmarkt, so der Vorsitzende der SVP-Arbeitnehmer. Viele Menschen haben einen unsicheren Job zu schlechten Bedingungen – zum Beispiel werden sie nur auf Zeit eingestellt und ihre Zukunft ist dann ungewiss, sie werden nicht gut bezahlt, machen ständig Überstunden und haben wenig freie Tage. Nicht wenige verdienen in ihrem Job so schlecht, dass sie später eine sehr geringe Rente erhalten und von Altersarmut bedroht sind. Vor allem in einigen Branchen – wie im sozialen Bereich – sind die Gehälter recht niedrig. Besonders Menschen ohne Abschluss oder Ausbildung sowie “gering ausgebildete” Arbeiter haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer, finden keinen Job oder arbeiten zu sehr schlechten Bedingungen. In letzter Zeit häufen sich immer mehr die Stimmen welche den 1. Mai als Feiertag abschaffen wollen wogegen sich Arbeitnehmer und Gewerkschaften vehement wehren. Der 1. Mai als Gedenk- und Feiertag ist heute wichtiger den je denn die letzten Ereignisse und Tendenzen zeigen deutlich auf, dass die Arbeitnehmer ihre schwer erkämpften Rechte wiederum verstärkt verteidigen müssen. Die Wirtschaft in unserer modernen Gesellschaft tendiert immer mehr dazu sich zu einer unkontrollierten Marktwirtschaft zu bekennen und somit zu einem ungezügelten Kapitalismus wobei das Profitdenken im Vordergrund steht. Dies wiederum geht dann ausschließlich zu Lasten der Arbeitnehmer und deren Familien welche die negativen Folgen einer solchen Entwicklung als Erste zu spüren bekommen. Deshalb ist es weiterhin unabdingbar das am 1. Mai für die Rechte der Arbeitnehmer weiterhin gekämpft wird und die Probleme aufgezeigt werden, so der Vorsitzende der Arbeitnehmer in der Südtiroler Volkspartei und Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.