Helmuth Renzler
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HERBSTGESPRÄCH DER SVP ARBEITNEHMER -INNEN 0

Herbstgespräch Fit für 2015_SVP-ArbeitnehmerInnen

Meine Einführungsrede beim Herbstgespräch der SVP-Arbeitnehmerinnen am 8. November 2014 in Bozen.

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin

Sehr geehrte Anwesenden

Herzlichen Dank das sie sich die Zeit genommen haben heute zu uns zu kommen. Das ehrt uns sehr und wir freuen uns schon sehr auf ihre Referate die uns sicherlich für unsere Tätigkeiten und dem anstehenden Wahlkampf für die Gemeinderatswahlen in sechs Monaten motivieren und stärken werden. Wir wissen dies sehr zu schätzen und vor allem deshalb weil wir genau wissen wie dichtgedrängt ihre Terminkalender sind. Deshalb werde ich auch versuchen meine Rede so kurz wie möglich zu halten.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir haben in den letzten fünf Jahren gezeigt, was wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am besten können: Arbeit für das Gemeinwohl, Streben nach solidarischer Gerechtigkeit und Realitätssinn miteinander zu verknüpfen.

Und das ist, liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere soziale Stärke die uns von anderen unterscheidet.

Da haben wir nämlich auf der einen Seite diejenigen, die Menschen nur nach Kosten-Nutzen-Erwägungen beurteilen. Die nur noch fragen, was kostet dieses und jenes? Menschen sind für diese Kreise höchstens interessant als Wirtschaftssubjekte: Als Personalkosten in der Produktion oder als Konsumenten.

Die Notwendigkeit von guter Bildung wird von Ihnen höchstens als wirtschaftlicher Standortfaktor akzeptiert, nie als Wert an sich.

Dass Bildung aber vor allem ein zentraler Schlüssel für die Chancengleichheit und -gerechtigkeit für alle Menschen ist, das können und wollen sie nicht begreifen.

Auf der anderen Seite haben wir diejenigen, die ernsthaft glauben, allen alles versprechen zu können, wie bedingungsloses Grundeinkommen für alle, zwei Lehrkräfte pro Klasse, alle Arbeitslosen in öffentliche Beschäftigung usw. Einzelne Forderungen mag man ja durchaus gut finden, aber nun wissen wir alle, dass vollmundige Versprechen das eine, die Umsetzung aber das andere ist.

Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben es uns nie einfach gemacht. Wir haben immer gewusst, dass Gerechtigkeit mühsam und immer neu erkämpft werden muss, dass die Wirtschaft sich dem Mensch unterzuordnen hat und nicht umgekehrt. Aber auch, dass das, was man verteilen möchte, auch erwirtschaftet werden muss.

Hier den richtigen Weg zu finden hat uns nicht nur Lob eingebracht. Ja wir haben auch Fehler gemacht.

Aber vielleicht sollten sich diejenigen in anderen Parteien, die uns entweder als Gutmenschen und Gleichmacher verunglimpfen oder von der anderen Seite kommend gar als Sozialverräter beschimpfen einmal selbst fragen, warum sich denn ihre Parteien und Richtungen in den letzten 35 Jahren mehrfach umbenennen mussten und nur wir Arbeitnehmer in der SVP nicht?

Unsere 35 Jahre bewährten Grundsätze von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität müssen sich auch in der zukünftigen Gemeindepolitik wiederfinden.

Wir haben bei den letzten Gemeinderatswahlen ein sehr gutes Ergebnis erzielt und welches sich auch auf unseres gutes Ergebnis bei den Landtagswahlen im Vorjahr ausgewirkt hat. Nun gilt es aber dieses positive Ergebnis nicht nur zu halten sondern noch zu verstärken.

Es wird nicht leicht werden, vor allem nach den schwierigen Zeiten im letzten Winter und dem heurigen Frühjahr und der derzeitigen Diskussion über eine Gesundheitsreform.

Aber das ist auch unsere große Chance. Gemeinderatswahlen sind personenbezogene Wahlen und entwickeln eine eigene Dynamik welche mit anderen Wahlen nicht gleich zu setzen sind. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, denn wir haben die besten Kandidaten und haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen dass wir nicht nur verwalten können sondern auch mit Standhaftigkeit, Ausdauer und Zielstrebigkeit unsere gesetzten Ziele erreichen.

Wir können Wahlen gewinnen wenn wir zusammenhalten und vor allem zusammenarbeiten.

Jetzt beginnt die Zeit der Kandidatensuche und des organisierens und der Parteiinternen Intrigen. Wir wissen dies und müssen hier ohne Unterwürfigkeit und selbstbewusst mitspielen. Die Suche nach richtigen und geeigneten Kandidaten wird in Zeiten, wo die Politik keinen besonderen Stellenwert und Ansehen in der Gesellschaft genießt, nicht einfach werden. Aber es liegt nun an uns diese Kandidaten zu motivieren und sie von unserer Politik zu überzeugen.

Magda, Waltraud, Richard und ich stehen Euch jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung und wenn es gewünscht wird sind wir selbstverständlich auch bereit Euch bei Euren Veranstaltungen auf Gemeinde- oder Bezirksebene mit unserer Anwesenheit zu unterstützen.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen

Wir Arbeitnehmer brauchen uns sicherlich nicht unserer politischer Arbeit zu schämen sondern können stolz darauf sein was wir auf Gemeinde- Bezirks- und Landesebene für unsere Mitbürger leisten. Als aktuelles Beispiel sei hier nur der letzte Erfolg genannt welcher unter maßgeblicher Beteiligung der Arbeitnehmer erzielt werden konnte und dies ist der Ankauf der ENEL-Anteile durch die SEL an deren Realisierung unser Landesrat Richard Theiner maßgeblich mitgewirkt hat. Dieses Ergebnis muss nun dazu führen dass der Energiepreis für die Familien und Arbeitnehmer billiger wird und wir arbeiten derzeit schon daran.

Ich weis dass wir mit unseren Forderungen nicht immer auf große Zustimmung stoßen und ich weis auch dass diese Forderungen viele in Schwierigkeiten bringen können und auch der Landeshauptmann mit uns nicht immer nur reine Freude hat, aber es ist unsere Aufgabe und Pflicht Arbeitnehmerinteressen so gut wie möglich zu verwalten und als Bewegung haben wir die Pflicht diese auch lautstark einzufordern und dafür zu sorgen das sie auch umgesetzt werden,

Wir sind sicherlich keine angenehmen und bequeme Zeitgenossen aber wir stehen ohne Zweifel zu unserer Partei und zu unserem Landeshauptmann sowie zu unseren Arbeitnehmermandataren auf allen Ebenen aber mit einem klaren Auftrag: Arbeitnehmerinteressen zu vertreten und dies auch lautstark kund zu tun.

In diesem Sinne wünsche ich uns viel Erfolg bei den anstehenden Wahlen und gute Vorbereitungszeit, denn nichts kann und darf dem Zufall überlassen werden, und für heute eine fruchtbringende Tagung.

Glück auf

Helmuth Renzler

Vorsitzender des Landessozialausschusses

Bozen, den 8. November 2014

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