Helmuth Renzler
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Sanierungen und Wiederinstandsetzungsarbeiten des Wohnbauinstitutes 0

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In letzter Zeit wurde heftig über das Wohnbauinstitut und dessen leerstehende Wohnungen in der Öffentlichkeit diskutiert und über ein Neuorganisation dieser ehrwürdigen Anstalt beratschlagt. Um der Diskussion genaue aktuelle Zahlen als Grundlage vorzulegen, nachstehend ein detailliertes Promemoria des Präsidenten des WOBI Dr. Konrad Pfitscher, welches ich als einen sehr wertvollen Beitrag im Sinne der Wahrheitsfindung betrachte. Wohnbau und Wohnen ist ein ureigenes Thema der Arbeitnehmer in der Südtiroler Volkspartei und als solches nehmen wir uns das Recht bei diesem Thema ein gewichtiges Wort mitreden zu können. Auch deshalb sind die hier veröffentlichen Zahlen und Stellungnahmen als Hilfe zu einer offenen und sachlichen Diskussion über die Zukunft des WOBI und der Wohnbaupolitik in Südtirol zu verstehen.

 

Bozen, den 27. Juli 2014                                                                                            Helmuth Renzler

 

Leider sind in Bezug auf die leerstehenden Wohnungen des Institutes falsche Zahlen im Umlauf und aus diesem Grunde möchte ich diese, auch in Absprache mit dem zuständigen Landesrat Tommasini richtigstellen. Ebenso bin ich jederzeit gerne bereit, Grundinformationen zur geplanten Reform des Institutes zu geben.

Promemoria betreffend die Sanierungen und Wiederinstandsetzungsarbeiten des Wohnbauinstitutes

Situation mit Stand am 17.07.2014 

 

Das Wohnbauinstitut verwaltet ein Wohnungsvermögen von 13.279 Wohnungen. Bis  zum Jahre 2012 hat es sich vor allem auf den Bau von neuen Wohnungen konzentriert, vor allem in den größeren Gemeinden wie in Bozen.

Aus verschiedenen Gründen wurden seither vor allem in den Städten relativ wenige  neue  Zonen und Baulose dem Institut zugewiesen und aus diesem Grund konzentriert sich das Wohnbauinstitut vermehrt auf die Sanierung und Wiederinstandsetzung der vorhandenen Wohnungen, die von den Mietern zurückgegeben werden. Die  Hauptgründe für die Wohnungsrückgabe sind die Generationsfrage und Arbeitswechsel sowie Wohnungstausche.

Die Sanierungs- und Wiederinstandsetzungsarbeiten haben sich anfangs verspätet, weil die Arbeitsvergabe  gemäß dem Kodex für öffentliche Arbeiten sehr aufwendig geworden ist und sehr viel Zeit beansprucht. Diese Prozedur ist  vom Wohnbauinstitut  inzwischen perfektioniert wurde. Außerdem hat der sogenannte Wobi Skandal  die auszuführenden Arbeiten aufgehalten. Seither ist die Anzahl im Steigen begriffen, wie aus der Aufzeichnung entnommen werden kann:

 

2012

2013

17.07.2014

Dezember 2014

Auszüge

423

442

221

407

ausgeführte Wiederinstandsetzungen und Sanierungen

262

432

297

547

Wohnungen, welche wiederinstandzusetzen und zu sanieren sind

500

451

352

288

Differenz

+238

+10

-76

-140

 

Aus diesen Zahlen geht hervor, dass

-im Jahr 2012 die Anzahl der freien Wohnungen zugenommen anstatt abgenommen hat;

-im Jahr 2013 es gelungen ist, die Zahl der frei gewordenen Wohnungen mit den wiederinstandgesetzten und sanierten Wohnungen mehr oder weniger auszugleichen; 

- bis zum 17.07.2014 die Zahl der wiederinstandgesetzten und sanierten Wohnungen einen Überschuß von  76 ergibt

- bis zum Jahresende 2014 bei diesem Arbeitsrhythmus  der Überschuss voraussichtlich 140 Wohnungen betragen wird;

- die Anzahl der wiederinstandzusetzenden und zu sanierenden alten  Wohnungen von 451 Wohnungen Ende 2013 auf 288 Wohnungen Ende 2014 abnehmen wird, wobei alle im Laufe des Jahres 2014 zurückgegebenen Wohnungen bereits einberechnet sind.

- die Anzahl der effektiv am Jahresende 2014 wiederinstandzusetzenden und zu sanierenden Wohnungen 288 betragen wird, was gegenüber dem Wohnungsvermögen von 13.279 Wohnungen einen Prozentsatz von 2,1% entspricht.

Die Arbeiten werden öffentlich ausgeschrieben und es wird ein zunehmendes Interesse von einheimischen Firmen festgestellt, die sich mittlerweile 90% der Beauftragungen sichern. Für die einheimische Bauwirtschaft sind diese Beauftragungen  äußerst wichtig.

Dem Institut gelingt es,  in kurzer Zeit die zurückgegebenen Wohnungen zu sanieren oder  wieder instandzusetzen und zuzuweisen, was den sozial schwächeren Familien und der Bauwirtschaft zu Gute kommt.

 

 

Der Präsident

Konrad Pfitscher

 

Bozen, 17.07.2014

 

 

 

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