Helmuth Renzler
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Arbeitsmarktreform auf seine sozialen Auswirkungen überprüfen

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Arbeitsmarktreform auf seine sozialen Auswirkungen überprüfen

Für die SVP-ArbeitnehmerInnen gilt es bei der heute im römischen Parlament verabschiedeten Reform des Arbeitsmarktes Vorsicht walten zu lassen. „Obwohl manche Ansätze nicht schlecht erscheinen, muss die Arbeitsmarktreform dennoch auf ihre sozialen Auswirkungen überprüft werden“, gibt Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Helmuth Renzler zu bedenken.

Das übergeordnete Ziel der Bekämpfung der zunehmenden Arbeitslosigkeit in Italien stößt auch bei den SVP-ArbeitnehmerInnen auf Zustimmung. Dennoch sei abzuwarten, wie sich diese Reform auf den Arbeitsmarkt auswirke.
„In jedem Fall müssen die sozialen Folgen der Arbeitsmarktreform überprüft werden, sowie das Mitspracherecht der Gewerkschaften aufrecht erhalten bleiben. Eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und die Zunahme der prekären Arbeitsverhältnisse können nicht weiter toleriert werden“, erklärt Helmuth Renzler.
Mit der Reform der Regierung Renzi soll der Arbeitsmarkt in Italien zunehmend flexibilisiert und damit vor allem den Jugendlichen der Einstieg in die Arbeitswelt erleichtert werden. So werden beispielsweise die Zeitverträge neu geregelt. Innerhalb eines Zeitrahmens von 36 Monaten können diese Verträge maximal fünfmal verlängert werden können. Sollten diese Zeitverträge länger als insgesamt 36 Monate dauern, musste der Arbeitnehmer bisher durch einen zeitlich unbefristeten Arbeitsvertrag fix angestellt werden. Diese Bestimmung ist abgeschafft worden, was unweigerlich dazu führen wird, dass die Anzahl der prekären Arbeitsformen weiter ansteigen wird und dies zum Nachteil unserer Jugendlichen. Dieser letzte Punkt sollte unbedingt revidiert werden, damit den Jugendlichen nicht nur ein prekärer Arbeitsplatz, sondern auch eine sichere Zukunft garantiert werden kann. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Einführung des dualen Ausbildungssystems in ganz Italien, womit das Südtiroler Modell auf das gesamte nationale Gebiet übertragen werden soll und dies ist sicherlich ein Erfolg der Südtiroler Politik.