Helmuth Renzler
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Kleine Soziallehre: Soziale Sicherheit (allgemeine Theorie) 0

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Soziale Sicherheit (allgemeine Theorie)

Die allgemeine Theorie der sozialen Sicherheit befasst sich mit den fundamentalen Prinzipien, den essenziellen Begriffen und den großen Problemstellungen dieses Gebietes. Das internationale Recht, das europäische Recht sowie die nationalen Rechtssysteme einerseits und die Theorie anderseits beeinflussen einander permanent. Von ihren Prinzipien sollten folgende hervorgehoben werden: die fundamentalen oder Leitprinzipien (Recht auf soziale Sicherheit; Garantie der medizinischen Versorgung, des Erwerbsersatzes und der Befriedigung der Grundbedürfnisse, garantierte Teilhabe und Wiedereingliederung; das Gleichbehandlungsprinzip, das Solidaritätsprinzip, das Prinzip der Grundversorgung durch öffentliche Dienste, die Staatsverantwortlichkeit und die Mitbestimmung); der klassische (oder analytische) und der funktionale Ansatz; der Einbezug und die Adaptation der Schutzinstitutionen, die der sozialen Sicherheit vorangegangen sind; die Systemarchitektur; das Umfeld der sozialen Sicherheit; eine effiziente und gerechte Finanzierung.
Die allgemeine Theorie bedingt eine tief greifende Analyse: Sie zeigt, dass die soziale Sicherheit eine zivilisatorische Errungenschaft ist. Es handelt sich um ein Instrument im Dienste der Menschen, das versucht, das Schutzbedürfnis und die Unsicherheit des menschlichen Daseins auszubalancieren. Ihre Elemente sind Herzstücke der sozialen Sicherheit und müssen daher bei jeder Revision beachtet werden, egal ob sie auf internationaler, europäischer oder nationaler Ebene durchgeführt wird, ob sie global oder sektoriell ausfällt. Wird dies nicht berücksichtigt, besteht die Gefahr, diese Errungenschaft der Zivilisation zu verzerren oder gar zu zerstören.

Pierre-Yves Greber

 

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