Helmuth Renzler
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Interview – Soziale Probleme 0

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Die sozialen Probleme werden auch in Südtirol gewaltig spürbar. Was sollte man konkret machen?

 

ANTWORT:

 

 

Es stimmt, die sozialen Probleme werden auch in Südtirol vermehrt spürbar. Die Armut der Familien nimmt rapide zu. Alleinerziehende Elternteile und alleinstehende Senioren und Rentner sowie Arbeitslose sind besonders davon betroffen. Es muss daher alles daran gesetzt werden gute Arbeitsplätze für Jung und Alt zu schaffen bzw. auch die Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter so zu gestalten dass diese auch noch mit 60 und mehr Jahren eine gute Leistung erbringen können. Durch den Erhalt des Arbeitsplatzes bzw. durch den Erwerb eines Arbeitsplatzes kann die Armut am besten bekämpft werden. Des weiteren muss eine gerechtere Umverteilung des in Südtirol erwirtschafteten Reichtums durchgeführt werden und den sozial Schwachen müssen alle notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden damit auch diese Schichten ein lebenswürdiges Leben führen können und ihre soziale Weiterentwicklung gewährleistet werden kann. Die Ausbildung muss zielorientiert durchgeführt werden und den realen Bedürfnissen der Wirtschaft angepasst werden. Nicht zu unterschätzen ist der Kampf gegen die Steuerhinterziehung welche auch in Südtirol vermehrt durchgeführt werden muss. Von jedem Euro der in Südtirol hinterzogen wird fließen 90 Cent weniger in den Landeshaushalt. Das bedeutet folglich das man bei der Steuerhinterziehung nicht nur den Staat betrügt sondern vor allem die Südtiroler Bevölkerung und deshalb ist ein verstärkter Kampf der Steuerhinterziehung in Südtirol mehr als Angebracht und Sinnvoll. Nicht zu Vergessen sind alle Vorsorgemaßnahmen welche verhindern können das ganze Bevölkerungsschichten in die Armut absinken. Das gilt vor Allem für die Mittelschicht und die Lohnabhängigen und deshalb sind Lohnerhöhungen dringendst durchzusetzen denn es muss auch in Südtirol wieder selbstverständlich werden dass man mit einer Vollzeitarbeit wieder anständig leben kann. Löhne unter monatlich 1.400 Euro Netto sollten der Vergangenheit angehören. Es müssen Prioritäten gesetzt werden wobei die Armutsbekämpfung bzw. Armutsverhinderung an oberster Stelle stehen muss.

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